Stendhal-Syndrom

Benannt wurde dieses Dingsi nach dem Schriftsteller Stendhal, der als erstes von diesem Phänomen berichtet hatte – nach eigener Erfahrung. Es handelt sich dabei um die Tatsache, daß besonders in Florenz die Touristen ummfallen wie die Fliegen und die Einheimischen dies mit diesem Syndrom, der absoluten Überwältigung an Kultur und Kunst erklären. Nun gut, da steht schon eine Menge Graffl rum.

Ob´s daran liegt oder am für Touristen ungewohnte Klima, sei dahin gestellt. Inwiefern dies auch mit Empathie wiederum zu tun haben könnte, ist eine bloße Vermutung, macht aber irgendwie Sinn. Manche berichten von Allmachtsgefühlen, Minderwertigkeit, Schuldgefühlen, Kreisluafproblemen etc angesichts der überwältigenden Menge an Kunst. Bildlich sehr gut dargestellt wurde dies von Dario Argento in seinem Film „The Stendhal Syndrome“. Also, ob´s richtig dargestellt ist, weiß nur jemand, der´s selbst schon erlebt hat, aber für diejenigen, die null Plan haben, ist es sehr bildlich und verständlich gemacht. Hier scheint sich die Hauptprotagonistin in den Bildern um sich herum zu verlieren und somit auch den Boden unter den Füßen.

Die gemalten Figuren erwachen für sie zum Leben, sprechen, flüstern, Hufe trampeln, sie scheint, mittem im Bild zu sein. Logischerweise ist dieses „In-Kunst-plumpsen“ nicht nur Gemälden vorbehalten.

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