Borderline

Unter Borderline verstehen die meisten jene Aktionen, wenn sich andere Zeitgenossen nervigerweise zum Beispiel geritzt haben. Das als erstes genannt, weil es doch ziemlich häufig in Erscheinung tritt und vor allem den sogenannten Mitläufern, den Emos ist es zu verdanken, daß Menschen, die wirklich unter Borderline leiden, nicht für voll genommen werden.

Emos sind solche Menschleins, die meistens Aufmerksamkeit brauchen und wollen und eigentlich nicht wirklich einen derart immensen inneren Konflikt mit sich herum schleppen.

Borderline bedeutet an sich schlicht Grenze. Nur welche Grenze ist gemeint? Es gibt sogar christliche Websites, die die Meinung vertreten, Menschen, die unter diesem Syndrom leiden würden, wären zu nah an der Spiritualität. Mit zu nah ist damit nicht gemeint, daß der Mensch ein Depp bleiben soll. Es ist einfach mehr, als dieser Mensch an Erkenntnis, Einsicht, Emotionen in diesem jeweiligen Moment verkraften kann.

Und ganz ehrlich, diese Beschreibung, Glaube hin oder Her, liefert noch den besten Erklärungsansatz zu diesem Leiden, wobei es vielleicht dann mit dieser Sicht der Dinge gar nicht mehr als Leiden empfunden wird, sondern als Hinweis. Wie Alpträume – man sollte sich eben mit etas auseinandersetzen, das einem zusetzt.

Borderline kann sich vielseitig äußern, das ewige Geschnipssel mit kaputten Flaschen, Rasierklingen usw ist es nicht allein. Der Sinn darin besteht für manche, sich durch äußeren Schmerz wieder wahrzunehmen, ihre eigene Existenz zu bestätigen. Andere sagen, sie würden Schmerz mit Gegenschmerz bekämpfen. Und dann gibt es noch die Selfmade-Bestraferlis. Wer nun welche Gründe hat, liegt in der jeweiligen Person selbst.

Das Problem ist, daß die Intensität, mit der diese Leute sich mit etwas herumschlagen, oft nicht ernst genommen wird. „Ist ja bloß ein Kratzer“… Borderline kann auch ganz hinterhältig zuschlagen. Es gibt die sogenannten Bone-Breaker, dann sind teils auch Eß-Störungen dazu zu rechnen, durch das eigene Verhalten die Beziehung zu hintertreiben. Unbewußt versteht sich. Diese Menschen schaden sich auf vielfältige Art am laufenden Band selbst. Dabei haben sie schlicht eine die falsche Art zu kämpfen, die arbeiten in die falsche Richtung. Sehr oft handelt es sich um Menschen, die sich in ihr vermeintlichs Schicksal fügen, vieles hinnehmen, aber leiden wie die Axt.

Borderline = in Kurzform: Das Wissen, Fühlen, daß irgendetwas verkehrt, aber absolut verkehrt läuft bzw ist. Sei es Umgang, der Umgang mit der Vergangenheit oder der Gegenwart. Doch hat man niht das Selbstwertgefühl, diese Problematik straight anzupacken und macht seiner Zerissenheit anders Luft. Oder man verdrängt die ganze Scheiße und die quillt über.

Borderline = die Grenzem der Erträglichen und Unerträglichen, des Wissens und ohnmächtig Fühlens und der dämliche Versuch, auf Dauer den Spagat zu schaffen.

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